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Romanisierung

Ausbreitung der römischen Hochkultur, wirtschaftlicher Aufschwung und Austausch sind die Kennzeichen der Kaiserzeit.

Die Kaiserzeit war, von gelegentlichen Kämpfen an der Grenze abgesehen, eine Zeit des Friedens (Pax Romana = Römischer Frieden) und der Ausbreitung römischer Kultur im Reich – man spricht von “Romanisierung” – und des wachsenden Wohlstands.

Dabei wurden die Römer ihrerseits schon in republikanischer Zeit von der Kultur der Griechen stark beeinflusst. Die Stadt Rom wuchs auf schätzungsweise ca. 1 Mio. Einwohner und wurde repräsentativ ausgebaut.

Die Römer hinterließen uns nicht nur ihre Sprache, Latein, die als Gelehrtensprache bis in die Neuzeit hinein und als Sprache der Liturgie in der katholischen Messe bis ins 20. Jh. verwendet wurde und in den romanischen Sprachen bis heute ihren Niederschlag gefunden hat. Romanische Sprachen sind Italienisch, Französisch, Spanisch, Portugiesisch und Rumänisch, das Englische hat starke Anteile, die auf das Lateinische zurückgehen.

Viele heutige deutsche Wörter kommen ursprünglich aus dem Lateinischen und lassen erahnen, welche kulturelle Bedeutung die Römer für die neu eroberten Gebiete hatten: murus = Mauer, finestra = Fenster, cementum = Zement; cupola = Kuppel, vinum = Wein, radix = Rettich, usw.

Die Römer brachten auch landwirtschaftliche (Wein) und v.a. technische Neuerungen, zum Beispiel den Steinbau, die Kuppel und die Wasserleitung, eine entwickelte Rechtsordnung in bisher unterentwickelte Gebiete des Reiches. Auch künstlerisch brachten sie einen Aufschwung in Architektur, Malerei, Skulptur, usw. Religiös waren sie tolerant. Sogar die Kaiser kamen zuletzt aus verschiedensten Gebieten des Reiches, z.B. Spanien oder Afrika.

Über den Dienst in den Legionen der Armee breitete sich das Bürgerrecht immer weiter aus, bis 212 n.Chr. unter Kaiser Caracalla alle Reichsbewohner römische Bürger wurden.

Die zentrale Leistung der Römer besteht darin, dass sie eine städtische Kultur in bisher vorwiegend landwirtschaftliche Gebiete brachten. Hier als Beispiele einige Städte, die die Römer im heutigen Deutschland gegründet haben: Mainz, Köln, Trier, Augsburg, Regensburg, und viele mehr.

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