Wer sind wir?
Aus bekannten Gründen stellt sich diese Frage heute drängend.
Die Antwort liegt auf verschiedenen Ebenen.
Juristisch sind wir Inhaber des deutschen Passes.
Politisch sind wir eine
Staatsnation, von der alle Gewalt im Staate ausgeht oder ausgehen sollte. Dies ist in unserem Grundgesetz mit seinen
Grundrechten und seinem Werteverständnis so festgelegt.
Kulturell sind wir eine europäisch- deutsche
Kulturnation, und das waren wir bereits lamge vor der Gründung des deutschen
Nationalstaats. Die Existenz der deutschen
Nation beruht auf einer gemeinsamen
Identität, diese wieder auf dem Bekenntnis zu unserer
Verfassung und diese wiederum auf einer langen Tradition in Geschichte, Kunst und Kultur unseres Landes.
Eine belastbare Identifizierung mit unserem Land setzt deshalb belastbare Kenntnisse mit dessen Geschichte, Kunst und Kultur voraus.
Zwei Dinge sind wichtig:
1.
Jeder sollte die Wurzeln unserer Kultur kennen, die in Athen, Jerusalem und Rom grundgelegt sind. Jeder sollte also wissen, dass griechische Philosophie und
Demokratie,
Christentum und römisches Recht grundlegend für unsere Kultur sind, und jeder sollte dies erklären können.
2.
Die zentralen Alleinstellungsmerkmale unserer Kultur sind
2a
die Entfaltung und Sicherung der Rechte des Individuums gegenüber jedem wie auch immer gearteten Kollektiv, sei dieses nun eine religiöse oder säkulare Glaubensgemeinschaft oder auch eine wie auch immer geartete soziale Gruppe bis hin zu einem nationalen Zwangskollektiv.
Dieses Prinzip war immer wieder in Gefahr und ist es aktuell in existenzieller Weise wieder. In anderen Kulturen dominiert das Kollektiv, in der europäischen und damit auch in der europäisch- deutschen herrscht im Idealfall eine gesunde Balance zwischen Individuum und Kollektiv.
2b
die Entfaltung und Betonung des rationalen Denkens gegenüber Irrationalismus, gefühliger Romantik, religiösem und säkularreligiösem Denken, Esoterik und Mystik. Beide Prinzipien, Rationalismus wie Irrationalismus haben ihre positiven Seiten, im Westen hat es der Rationalismus mit der
Aufklärung und der modernen Naturwissenschaft am weitesten gebracht. Andere Kulturen wie etwa der
Islam haben keine anhaltende Aufklärung als Massenhaltung hervorgebracht.
Es gehört zu den spannendsten Seiten der europäischen bzw. europäisch- deutschen Kultur, den Verlauf des Gegensatzes zwischen Kollektiv und Individuum, zwischen Irrationalismus und Rationalismus, zwischen Freiheit und Gleichheit und zwischen verschiedenen Auffassungen von Gerechtigkeit in Geschichte, Kunst und Kultur zu betrachten.
Weil die Kenntnis des europäischen bzw. europäisch- deutschen Erbes so wichtig ist, ist der Niedergang der schulischen und universitären Bildung so dramatisch. Und weil das so ist, braucht es Sites wie „Dein Einstieg in die Geschichte, in Kunst und Kultur“. Bitte empfehlen Sie sie weiter.
Die Sicht, die „Dein Einstieg in die Geschichte, in Kunst und Kultur“ nicht teilt
„Werte, auf die Europa stolz ist und auch stolz sein kann, die Idee der Menschenrechte, die Bemühung um ein rationales Weltverhältnis, der technische Fortschritt – sie sind erkauft durch eine Unterdrückung, die diesen Idealen im Kern widersprach. Europa war ein Projekt zulasten der Welt. Ökonomisch, politisch und kulturell.“ (Leppin, Volker: Gottesspuren Das christliche Europa vor seiner Entzauberung, Seite 10)
Natürlich hatte die europäische Herrschaft negative Seiten, die jetzt mit der Schwäche Europas und mit dem Wokismus in den Vordergrund gestellt werden. Aber sich statt der einseitigen europäischen Sicht des 19, und den ersten drei Vierteln des 20. Jhs. nun einfach die angebliche oder wirkliche Sicht der ehemals Beherrschten zu eigen zu machen und überall nur noch Unterdrückung und eine Entwicklung zulasten der Welt zu sehen, heißt einfach nur genauso falsch ins Gegenteil zu verfallen.
Die europäische Herrschaft hat in der übrigen Welt zur Bekanntschaft mit Naturwissenschaft und Technik geführt, die einen nie dagewesenen Wohlstand in die Teile der Welt gebracht haben, die davon vorher nichts kannten. Weite Teile Afrikas südlich der Sahara z.B. haben das Christentum übernommen und behalten es bei, obwohl sie es ablegen könnten. Der medizinische Fortschritt durch die moderne Medizin ist unübersehbar, usw. Tatsächlich hat Europa der Welt unendlich viel Positives geschenkt, und die europäische Kultur leistete aufgrund ihrer spezifischen Charakteristika und Alleinstellungsmerkmale einen einzigartigen Beitrag zur Weltkultur.
Diese Webseite nimmt einen ausgewogenen Standpunkt ein und ist kritisch nach ALLEN Seiten, nicht nur gegenüber der eigenen Kultur und Geschichte, sondern auch gegenüber außereuropäischen Kulturen und Ländern und deren Geschichte.
Diese Webseite macht den Wert des historischen und kulturellen Erbes Deutschlands und Europas sichtbar und stärkt die eigene Identität, wird aber auch anderen Kulturen gerecht, im Positiven wie im Negativen, insbesondere dem Islam. Sie bemüht sich um Ausgewogenheit.
Was tun?
Ohne Bildung gehen die Nation, der demokratische
Rechtsstaat und unsere kulturellen Errungenschaften auf Dauer unter. Der Zugang zum kulturellen Erbe muss unbedingt offengehalten werden. Eine qualifizierte Minderheit sollte diese existenzielle Aufgabe übernehmen und weitergeben. Die Masse kann das nicht, profitiert aber über die Erhaltung unserer Lebensweise und Kultur massiv davon.
Folgendes müsste getan werden:
- Altsprachliche Gymnasien fördern und ihre Bedeutung anerkennen. Zertifizierte Kurse zur Antike seitens der altsprachlichen Gymnasien und VHS. Altsprachliche Gymnasien pflegen in besonderer Weise das griechisch- römische Fundament unserer Kultur.
- Historisch- kritische, nicht konfessionsgebundene Religionskunde als verpflichtendes Schulfach. Dieses Fach muss das Grundwissen insbesondere um die christliche Religion wachhalten, weil diese unsere Geschichte tief beeinflusst hat, aber vergleichend auch in andere Religionen einführen, insbesondere in den Islam.
- Aufwertung der Kunstgeschichte im Rahmen des Kunstunterrichts. Die Kunstgeschichte stellt die prägenden Erzählungen unseres kulturellen Erbes bildlich dar und bildet deshalb einen zentralen Einstieg in unsere Kultur. Sie fördert über das Auge in besonderer Weise unsere kulturelle Identität.