Reihe Antike Historiker: Römische Geschichte
PUBLIUS CORNELIUS TACITUS (* um 58, + um 120 n.Chr.)
Leben
Tacitus stammt aus dem Ritterstand, steigt aber in die Nobilität auf. Er heiratet eine Tochter des Konsuls Gnaeus Iulius Agricola und durchlief unter Kaiser Vespasian und dessen Nachfolgern die übliche Ämterlaufbahn bis zum Senator, war unter anderem Volkstribun, Militärtribun und Prokonsul von Asien, leitete eine Provinz, usw. Spätestens unter Kaiser Trajan (98 - 117 n.Chr.) begann er seine Tätigkeit als Verfasser historischer Werke. (Nach Wikipediaartikel Tacitus)
Hier vorgestellter Teil von Tacitus’ Werk
- Germania (De origine et situ Germanorum liber) – siehe Inhaltsangabe, teilweise als positives Gegenbild zur römischen Gesellschaft geschrieben
- Annalen (Annales bzw. ab excessu divi Augusti) – Geschichte des römischen Reiches vom Tod des Augustus (14) bis Nero (68), siehe unten (In Vorbereitung)
- Historien (Historiae) – Geschichte des römischen Reiches von Galba (69) bis Domitian (96), siehe unten (In Vorbereitung)
Es werden die folgenden Werke nicht vorgestellt: Agricola, Dialogus de oratoribus
„Sowohl die Historien als auch die Annalen gehören zu den bekanntesten und wichtigsten historischen Schriften der römischen Geschichte.“ (Wikipediaartikel Tacitus)
Quellenwert
„Tacitus schrieb seine Geschichtswerke aus der Perspektive des Senators, der die Zeit der römischen Kaiser von Tiberius bis Domitian danach beurteilt, wie weit sie noch den Idealvorstellungen der römischen Republik entsprach. Im Grunde lehnte er die Monarchie ab und beklagte immer wieder den Verlust der senatorischen Freiheit. Seine scharfen und sprachlich brillanten Analysen haben das moderne Bild vom Römischen Reich im 1. Jahrhundert n. Chr. wesentlich geprägt. […] Bei der Wiedergabe tatsächlicher Ereignisse hielt er sich in der Regel an die Fakten. […] Seine Auswahl des Materials und die Interpretation der Vorgänge ist hingegen selten objektiv. […] Seine Angaben sind besonders dann zu hinterfragen, wenn er die Verantwortung für das Berichtete nicht selbst übernimmt, sondern ausdrücklich Gerüchte oder Erzählungen anderer wiedergibt. (Wikipediaartikel Tacitus)
Tacitus benutzte mehrere Werke von Vorgängern, die aber verloren sind.
Es gibt eine Vielzahl von, auch günstigen, Ausgaben, auch als Kindle. Bitte googeln.
TACITUS: GERMANIA
Sachbuch
Für Jugendliche ab der Oberstufe, historisch interessierte Erwachsene und Studentinnen und Studenten der Geschichte
TACITUS: ANNALEN
Sachbuch
Für Jugendliche ab der Oberstufe, historisch interessierte Erwachsene und Studentinnen und Studenten der Geschichte
TACITUS HISTORIEN
Sachbuch
Für Jugendliche ab der Oberstufe, historisch interessierte Erwachsene und Studentinnen und Studenten der Geschichte
Zur Inhaltsangabe (In Vorbereitung)
CASSIUS DIO: RÖMISCHE GESCHICHTE
In der Übersetzung von Leonhard Tafel
Bearbeitet von Lenelotte Müller
Neu gesetzt und behutsam revidiert nach der Ausgabe Stuttgart, 1831-1844
marixverlag
Wiesbaden 2012
Zur Inhaltsangabe (In Vorbereitung)
Sachbuch
Auch als Kindle erhältlich
Leben
Werk
Sein Werk „Römische Geschichte“ ist in griechischer Sprache, aber in römischem Geiste geschrieben. Es umfasste ursprünglich 80 Bücher und schilderte die Zeit von der mythischen Gründung Roms 753 v. Chr. bis zum Jahr 229 n. Chr. Die ersten 36 Bücher und der Schluss seines Werkes (Bücher 60 - 80) sind allerdings nur in Fragmenten oder Auszügen späterer Autoren aus byzantinischer Zeit erhalten. Von dem Krieg gegen König Mithridates von Pontus und ab der Zeit Caesars wird die Geschichtserzählung ausführlicher, ab der von ihm selbst erlebten Zeit detailliert. Der Form nach orientierte sich Cassius Dio teils an der Analystik, mehr aber noch an Thukydides.
Quellenwert
Cassius Dios Römische Geschichte zählt zur senatorischen Geschichtsschreibung. Aufgrund seiner politischen Laufbahn lernte er den Staatsapparat nicht nur aus eigener Praxis kennen, sondern er erhielt auch Zugang zu Senatsakten. Obwohl er einige gut lesbare Gerüchte und Klatschgeschichten mit einbaute, lautet das Urteil heute wie folgt:
„Seine Sorgfalt steht aber außer Frage: Dio konnte sich auf zahlreiche Quellen stützen, die nicht mehr in allen Einzelheiten erkennbar sind. Sicher ist jedoch, dass er als Senator auch Zugriff auf mehrere, heute verlorene Werke sowie auf Senatsakten hatte. In der selbst erlebten Zeit war er aufgrund seiner persönlichen Teilnahme an der hauptstädtischen Politik gut vertraut mit den Geschehnissen im Römischen Reich und ist speziell hierfür eine wichtige Quelle.“ (Wikipediaartikel „Cassius Dio“. Dort weitere Einzelheiten)
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